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Du hast keine Ahnung von Katzen, aber auf einmal eine Zuhause? Du bist neu und fühlst dich von den unzähligen Infos im Internet erschlagen? Oder interessierst dich einfach für die artgerechte Haltung von Katzen?
Die Katzenkurzanleitung bietet einen Schnelleinstieg in die artgerechte Katzenhaltung und verlinkt die wichtigsten Katzen-Websites voller umfangreicher Infos.

Katzen sind Einzeljäger, aber keine Einzelgänger. Wegen ihres ausgeprägten Sozialverhaltens fühlen sie sich nur zu zweit oder in Gruppen wohl. Besonders Kitten brauchen Gesellschaft, um die Katzensprache nicht zu verlernen - ansonsten können Verhaltensstörungen auftreten.
Seltene Ausnahmen sind von Menschen gemachte Einzelkatzen, die durch Einzelhaft das Sozialverhalten verlernt haben.
Für die soziale und körperliche Entwicklung ist es wichtig, dass Kitten nicht zu früh von der Mutter getrennt werden. Frühestens mit 12 Wochen sind sie bereit für ein eigenes Leben - aber bitte mit kätzischer Gesellschaft.
Langeweile? Wohnungshaltung bietet oft nicht genügend neue Anreize. Katzenangeln, Fummelbretter, Clickern und Leckerchenspiele bieten neben einem passenden Katzenpartner spannende Beschäftigungsmöglichkeiten, die die Sinne schärfen und fit halten - der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Katzen sind Carnivoren, lebten ursprünglich in der Wüste und ernähren sich von kleinen Beutetieren.
Deshalb sollte ihre Nahrung möglichst mausnah sein: Ausreichend Flüssigkeit, ein hoher Fleischanteil und weder Zucker noch Getreide. Trockenfutter und minder- wertiges Nassfutter erfüllen diese Bedingungen leider nicht und führen auf Dauer zu Krankheiten.
Unkastrierte Tiere leiden sowohl psychisch als auch physisch.
Auch in Wohnungshaltung ist Kastration deshalb ein Muss. Bei Freigängern sollte die Kastration selbstverständlich sein, um Fortpflanzung und die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.
Viele der im Handel angebotenen Katzenmöbel sind zu klein und instabil.
Geeignet sind Kratzbäume mit Sisalstämmen mit einem Durchmesser von mindestens 12cm und einer freien Länge von 80cm-1m. Die Schlafplätze sollten groß genug sein und aus Holz statt Pappe bestehen. Stabiler sind Vollholzstämme oder selbstgebaute Kratzsäulen.
Ungesichterte Fenster und Balkone stellen eine große Gefahr für Katzen dar, die mit einem Katzennetz einfach gebannt werden kann. Auch in Kippfenstern können sich Katzen einklemmen und schwer verletzen.
Vermehrung von Katzen ist ein Beitrag zum Katzenelend. Aus einem unkastrierten Katzenpaar werden nach 5 Jahren über 10.000 Katzen. Außerdem bieten Deckakt und Trächtigkeit ein hohes gesundheitliches Risiko für Elterntiere und Kitten - verantwortungsvolle Züchter lassen die Eltern deshalb vorher auf mögliche Erb- und Infektionskrankheiten (z.B. PKD, HCM, Fiv, FeLV) testen und verpaaren nicht wahllos.
Katzen sind sehr reinlich und trennen gern Kot und Urin, deshalb sollte die Anzahl der Klos der Anzahl der Katzen + 1 entsprechen und regelmäßig gesäubert werden. Für Unsauberkeit kann aber nicht nur falsches Klomanagement ursächlich sein, sondern auch Blasenentzündungen oder andere Krankheiten.
Halsbänder stellen für Katzen eine große Gefahr dar. Auch Sicherheitsverschlüsse öffnen sich nicht immer zuverlässig, sodass Katzen sich die Vorderläufe abschnüren oder hängen bleiben und sich mit dem Halsband strangulieren können.
Damit verlorene Katzen wieder nach Hause finden, sollten sie gechippt und registriert werden.
Auch Katzen werden krank. Wenn eine Katze sich auffällig verhält, kann das verschiedene Ursachen haben, die immer tierärztlich abgeklärt werden sollten. Dazu eignen sich je nach Erkrankung die Untersuchung von Kot- und Urinproben, Blut-, Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen. Nur mit einer richtigen Diagnostik ist eine sinnvolle Behandlung möglich.